WE HAVE A SITUATION HERE 

Oliver Ressler

5.Juni - 30.Dezember 2011

Die Ausstellung „We Have a Situation Here“ versammelt eine Reihe von Plakaten, Fotoarbeiten und Filmen, die Oliver Ressler in den vergangenen Jahren realisiert hat. Sie ermöglicht einen Einblick in die unterschiedlichen Stränge und Strategien, die Resslers künstlerische Praxis ausmachen. Seine

Projekte rekurrieren auf Themen wie Ökonomie, Demokratie, Widerstandsformen, gesellschaftliche Alternativen, Rassismus oder die globale Erwärmung. Ressler's Position ist dabei immer parteiisch. „Wie andere KünstlerInnen, die es darauf abgesehen haben, sich direkt in die politische Sphäre einzubringen, behandelt Ressler die Ästhetik praktisch, als eine Reihe von Werkzeugen, mit denen man einen Job erledigt. Zu diesem Zweck besteht seine Arbeit einmal aus Postern und Videos, ein anderes Mal bezieht sie architektonisch kontingente visuelle Elemente mit ein oder sie benutzt organisatorische oder pädagogische Situationen, um öffentliche Diskussionen und Debatten auszulösen.

Die Personale in Prenning kombiniert unterschiedliche Poster und Großflächenplakate, die in unterschiedlichen Kontexten ursprünglich in Städten wie Amsterdam, Graz, Karlsruhe und Linz affichiert wurden, mit Fotografien aus den Serien Globalizing Protest (seit 2004) und We Have a Situation Here (2011). Diese Arbeiten werden durch ein Videoarchiv ergänzt, in dem die elf von Ressler seit 2000 realisierten Filme zur Sichtung
zur Verfügung stehen. Darunter befinden sich drei Filme, die sich mit der so genannten Anti-Globalisierungsbewegung auseinandersetzen, und drei Filme zu den politischen Prozessen in Venezuela.


 

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Oliver Ressler, geboren 1970 in Knittelfeld, lebt und arbeitet in Wien. Seine Projekte wurden in Einzelausstellungen im Berkeley Art Museum, USA; Platform Garanti Contemporary Art Center, Istanbul; Museum of Contemporary Art, Belgrad;  Centro Cultural Conde Duque, Madrid und im Alexandria Contemporary Arts Forum, Ägypten gezeigt.

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Workshop mit Oliver Ressler

Workshop zu Vorstellung der Arbeiten von Oliver Ressler, die in der Ausstellung gezeigt wurden. Anhand dieser wurde  mit den Teilnehmern über die Möglichkeiten diskutieren, wie man in bestehende Realitäten intervenieren kann.

Handlungspielräume österreichischer SchriftstellerInnen im Nationalsozialismus

Vortrag von Uwe Baur und Karin Gradwohl-Schlacher

8.Oktober 2019

Die Klärung der Handlungsspielräume ist ein entscheidender Faktor in der aktuellen Diskussion über ethische und politische Dimensionen des Verhaltens von KünstlerInnen in der NS-Zeit. Ohne Kenntnis persönlicher, familiärer, finanzieller und politischer Beschränkungen, die bei der Gewichtung von Dokumenten eine wichtige Rolle spielen sollten,
kommt es immer wieder zu unausgewogenen Beurteilungen. 

Für uns Nachgeborene ergibt sich daraus die Frage, mit wie viel Mut wir selbst unsere Handlungsspielräume als demokratische Freiräume wahrnehmen und nutzen. 

Seit 1986 wurde am Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz die umfangreichste Sammlung und Dokumentation von Materialien und Daten zur Literatur in Österreich zwischen 1938 und 1945 geschaffen. Gegenwärtige MitarbeiterInnen sind Dr. Karin Gradwohl-Schlacher und Univ. Prof. Dr. Uwe Baur. Mit dem bereits erschienen Steiermark-Band und dem in Fertigstellung begriffenen Kärnten-Band beginnt eine flächendeckende Bestandsaufnahme des literarischen Lebens in ganz Österreich während des Nationalsozialismus. Den Abschluss bildet ein übergreifendes Institutionen-Lexikon, das die Funktionsträger, literarischen Vereine, Preise, Periodika und Anthologien, Verlage und Theater aller „Gaue“ zusammenfasst.

 

Das Ende der Erinnerung – Kärntner PartisanInnen

Künstlergespräch, Ausschnitte aus Videos und Diskussion: Ernst Logar im Gespräch mit Heimo Halbrainer über die Ausstellungsreihe

12.November 2011

In der Ausstellungsreihe „Das Ende der Erinnerung – Kärntner PartisanInnen” des Künstlers Ernst Logar sprechen Kärntner Sloweninnen und Slowenen über ihre einschneidenden Erlebnisse im zweiten Weltkrieg bei den Partisanen, über die Nachkriegsjahre und über ihre heutige Lebenssituation in Kärnten. Die vom Künstler aufgezeichneten
Gespräche, präsentiert in Form einer Videoinstallation, sind eindringliche Dokumente einer letzten Generation von Zeitzeugen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben und deren unmittelbare Erinnerungen bald verloren sein werden. 

Die Ausstellung wurde an vielen geschichtsträchtigen Orten in Österreich gezeigt: 
im Palais Epstein (Österreichischen Parlament, Anfang 2008), in der Gedenkstätte für Opfer der NSJustiz, im Landesgericht Wien (April 2008), im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) (Juni/November 2008), im Kulturhaus St. Primus/Kulturniversität  (Juni/Juli 2008),
sowie in der Aula der Universität Wien (Oktober/November 2010) und im
Pavelhaus bei Bad Radkersburg (Dezember 2010 bis Februar 2011)