Tanz auf dem Vulkan

Resistenz und Wagnis einer Aufbruchszeit

 styrian brutalism reflected 2021

Um- und Aufbrüche einer Nachkriegsmoderne – die Kunst der +Fuge+Kante

 

Grundlagen

Der Kulturverein Prenninger Gespräche hat sich von Beginn an als alternative Institution gesehen, die die Um- und Aufbrüche der von beharrenden kulturellen Traditionen geprägten Nachkriegszeit erkennt und in Kunstäußerungen, die neue Wege gehen, zum Ausdruck bringt. Damit waren gesellschaftspolitische Weichen angesprochen, die die Steiermark in den 50er und 60er-Jahren veränderten.

Wir erleben heute eine ähnliche Situation, die durch besondere Herausforderungen wie eine gesundheitsgefährdende Pandemie, schwerwiegende Klimabelastungen und soziale Zerreißproben gekennzeichnet ist.

 

 

Programm

Heute, ein Jahrhundert nach Auftreten der Moderne, richtet sich das künstlerische Interesse wieder auf eine international beachtete Kunstwahrnehmung, die bedingt durch die Krisen unserer Zeit den Brüchen gerecht werden will. Es geht um eine Ethik, die einen Ausgleich von Individuum und Gesellschaft anstrebt. Nicht das Beklagen des vergeblich zurückersehnten vorgegebenen „Perfekten“ – in Staat und Gesellschaft- steht im Vordergrund, sondern die Gewinnung des Vertrauens in das Rohe und im Werden Begriffene, das Unvollkommene. Das in sich die Möglichkeit des Werdens einer neuen Weltsicht trägt und den solidarischen Ausgleich fördert.

Dabei wird die Frage aufgeworfen, wie der Brutalismus eine neue Ästhetik als „Die Kunst der +Fuge+Kante“ hervorbringen kann.

Konzeption eines Beitrags, der den international virulenten Diskurs in der Weise weiterführt, dass über die Architektur hinaus die Kunst – wie es der TRIGON-Gedanke war – Probleme der Zeit aufgreift und medial zur Sprache bringt. Dabei kommt Graz eine besondere Bedeutung zu, da sich mit dem Forum Stadtpark eine interdisziplinäre Künstlergemeinschaft dem Problem der gesellschaftlichen Veränderung einer kulturell schockstarren Nachkriegsgeneration widmete. Bemerkenswert ist, dass Graz die größte Dichte von Bauten des Brutalismus aufweist, die als Lehrbeispiel dienen können.

 

Projekt 

Durchführung einer Ausstellung „styrian brutalism reflected 2021“ und eines international beschickten workshops, der Künstler verschiedener Sparten und Interessierte zusammengeführt, um den Spurlinien des in zeitgemäßer Interpretation nachzugehen.

Was?

mediale Auseinandersetzung  mit Publikationen der Nachkriegszeit

Wann?

Wo?

City Graz

Wer?

 Kuratoren: Günter Eisenhut,

Emil Gruber

Filmprojekt einer Tanzperformance

 

Filmprojekt einer Tanzperformance im Steinhaus von Günther Domenig  im Steindorf am Ossiachersee. Das Haus in seiner Komplexität der Raumgestaltung bietet eine großartige Bühne für eine tänzerische Eroberung des Raumes, die durch Musik unterstützt wird. 

Tänzerin: Valentina Moar

Produktion: Nina Rath 

Kooperation mit dem Carinthischen Sommer aus Anlass des 10. Todestages von Günther Domenig

 

Im Programm des Kärtner Baukulturjahres 2021 enthalten

Steinhaus distanziert.JPG
Steinhaus Zugang.JPG
Steinhaus Halle.JPG