Herbert Eichholzer

Der Architekt Herbert Eichholzer schuf in Graz und der Obersteiermark in den 30er Jahren eine Reihe von Bauten, die ihn zu einem der wenigen konsequenter Vertreter des „Internationalen Stils“ in der österreichischen Architektur machten.

 

Als Vizepräsident der Sezession Graz war er federführend bei den künstlerischen Projekten und der Sezession. Ab 1933 verbrachte Herbert Eichholzer viele Wochenenden in Prenning. Nach dem Bürgerkrieg 1934 werden Herbert Eichholzer und Axl Leskoschek wegen ihrer Beteiligung auf der Seite der Sozialisten verhaftet. Trotzdem setzten sie ihren Widerstand nach der Freilassung fort.

 

1935 sind Herbert Eichholzer, Herbert Feuerlöscher und Walter Ritter Gründungsmitglieder des Kulturverein Grazer Stadtclub, der ab 1936 als linker antinationalsozialistischer Flügek fungiert. Trotz der schwierigen politischen Verhältnisse entstehen wichtige Bauten Eichholzers und das Holzspielzeug „KLUMP“.

1938 flüchtete Eichholzer in die Türkei, wo er mit Herbert Feuerlöscher zusammentrifft. Eichholzer tritt mit dem kommunistischen widerstand in Verbindung und kehrt 1940 nach Österreich zurück, um Widerstandsgruppen zu koordinieren bzw. wieder aufzubauen. Er lebt nach seiner Rückkehr mit Anna Feuerlöscher, die ihm bei den Tätigkeiten hilft. Unter anderem entstand damals das einzige in Österreich erhaltene Flugblatt gegen die Morde an Geisteskranken und Alten durch das „Euthanasieprogramm“ der Nationalsozialisten.

Durch Verrat werden Eichholzer und Anna Feuerlöscher verhaftet. Eichholzer wird 1943 wegen „Hochverrates“ hingerichtet.

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