Ernst Fischer 

Ernst Fischer wurde 1920 Mitglied der sozialdemokratischen Partei und wenig später Feuilleton-Redakteur der „Arbeiterzeitung“ in Graz. 1933 war er in Wien wesentlich an der Organisation der Linkopposition in der Sozialdemokratie beteiligt und trag 1934 der kommunistischen Partei Österreich bei.

Bis Ende des Jahres 1945 fungierte er als Staatssekretär für Volksaufklärung, Unterricht, Erziehung und Kultusangelegenheiten. Gleichzeitig war er Chefredakteur der Nachkriegszeitung „Neues Österreich“. Parallel zu seiner politischen Tätigkeit war Fischer immer als Schriftsteller, Übersetzer und Kulturtheoretiker tätig.

Die Abwendung des Stalinismus führte schließlich 1968 zu einem entschiedenen Protest gegen die „Niederschlagung“ des „Prager Frühlings“. Fischer prägte in einem Intervie die Wendung vom „Panzerkommunismus“. 1969 wurde er deshalb aus der KPÖ ausgeschlossen.

Im autobiographischen Buch „Das Ende einer Illusion“ von 1973 wird der Ablösungsprozess gegen orthodoxe marxistische Literaturauffassungen selbstkritisch thematisiert.

Fischers in den 1960er Jahren geschriebe Bücher brachten ihm weltweites Ansehen als Theoretiker eines undogmatischen Marxismus. Fischer starb 1972 in Prenning.

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