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Werkliste zur Ausstellung „We Have a Situation Here“ von Oliver Ressler:

„Politik durchkreuzt die Logik der Herrschaft“
16-Bogen Plakat, 2005
Das Plakat wurde im Juni 2005 im Rahmen der Ausstellung „Police“ der Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum an mehreren Orten im Stadtraum Linz plakatiert. Im Laufe des Jahres 2005 wurde es außerdem im Rahmen der Ausstellung „Kritische Gesellschaften“ des Badischen Kunstvereins im Stadtraum von Karlsruhe gezeigt.

„Alternative Economics, Alternative Societies“
Poster, 59,4 x 42 cm, 2005
Das englischsprachige Poster wurde 2005 im Rahmen der Ausstellung “It's the only life I know” von Insertspace in Birmingham produziert und großflächig verteilt.

Serie von 4 Posters in niederländischer Sprache, jeweils 59,4 x 42 cm, 2004
Mehrere tausend dieser Poster wurden 2004 im Rahmen der Ausstellung „Quicksand in De Pijp“ von Skor produziert und über mehrere Wochen hinweg im Stadtraum in Amsterdam wild plakatiert. Die Texte der niederländischen Poster lauten:

Imagine a society in which people have a say in decisions in proportion to the degree that they are affected

Imagine a society in which ordinary people gain more influence and greater control over their lives

Imagine being remunerated for effort and sacrifice, not for property or power

Imagine an economy in which the means of production belongs to each community and is leased to the employees of each production unit for a long-term contract

„geGen-Welten: Widerstände gegen Gentechnologien“
Plakat, 168 x 119 cm, 1998
50 Plakate wurden im März 1998 im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung „geGen-Welten: Widerstände gegen Gentechnologien“ im Grazer Außenraum plakatiert.

„Blockaden“
Poster, 59,4 x 42 cm, 2007
5000 dieser Poster wurden im Rahmen des Projekts „Holy Damn It – About the urge of radical answers“ im Vorfeld des G8-Gipfels in Heiligendamm in Deutschland 2007 im Rahmen der internationalen Mobilisierung gegen den G8-Gipfel verbreitet.

 

„Untitled (Edinburgh, 7/2005)“
aus der Fotoserie „Globalizing Protest“
Lambda Print auf Aluminium, aufgezogen hinter Acrylglas, 140 x 105,5 cm, 2005

„Untitled (Rostock 6/2007)“
aus der Fotoserie „Globalizing Protest“
Lambda Print auf Aluminium, aufgezogen hinter Acrylglas, 140 x 105,5 cm, 2007

„We Have a Situation Here“
Zwei Digitaldrucke auf Dibond hinter Acrylglas, 130 x 92 cm, 2011

Videoarchiv:

„Socialism Failed, Capitalism is Bankrupt. What comes Next?“,
19 Min., 2010
„Comuna im Aufbau“,
94 Min., 2010 mit Dario Azzellini
„What Is Democracy?“,
118 Min., 2009
„What Would It Mean to Win?“, 40 Min., 2008 mit Zanny Begg
„The Fittest Survive“,
23 Min., 2006
„5 Fabriken – Arbeiterkontrolle in Venezuela“, 81 Min., 2006 mit Dario Azzellini
„Venezuela von unten“,
67 Min., 2004 mit Dario Azzellini
„Disobbedienti“, 54 Min., 2002 mit Dario Azzellini
„This is what democracy looks like!“, 38 Min., 2002
„Dienstleistung: Fluchthilfe“, 51 Min., 2001 mit Martin Krenn
„Die Rote Zora“, 28 Min., 2000

Zur freien Entnahme:

„Neues Grenzblatt“, 2001 mit Martin Krenn
Die Postwurfsendung „Neues Grenzblatt“ wurde in Kooperation mit anti-rassistischen Gruppen und MigrantInnenorganisationen produziert und im April 2001 entlang der gesamten EU-Außengrenze in der Steiermark an 12.000 Haushalte versandt.

VERANSTALTUNGEN

prenninger
gespräche
2011


Nähere Information und Jahresprogramm:

Folder Jahresprogramm 2011


Oliver Ressler
We Have a Situation Here

Oliver Ressler Ausstellung
Eröffnung: Samstag, 4. Juni 2011, 17 Uhr
Dauer der Ausstellung: 5. Juni bis 30. Dezember 2011


Landhaus Feuerlöscher
Prenning 58, 8121 Deutschfeistritz
Tel. +43-664-411 3668
www.prenningergespraeche.at

Die Ausstellung „We Have a Situation Here“ versammelt eine Reihe von Plakaten, Fotoarbeiten und Filmen, die Oliver Ressler in den vergangenen Jahren realisiert hat.
Sie ermöglicht einen Einblick in die unterschiedlichen Stränge und Strategien, die Resslers künstlerische Praxis ausmachen. Seine Ausstellungen, Arbeiten im Außenraum, Filme, Vorträge, Bücher und von ihm kuratierten Ausstellungen rekurrieren auf Themen wie Ökonomie, Demokratie, Widerstandsformen, gesellschaftliche Alternativen, Rassismus oder die globale Erwärmung. Ressler's Position ist dabei immer parteiisch. „Wie andere KünstlerInnen, die es darauf abgesehen haben, sich direkt in die politische Sphäre einzubringen, behandelt Ressler die Ästhetik praktisch, als eine Reihe von Werkzeugen, mit denen man einen Job erledigt. Zu diesem Zweck besteht seine Arbeit einmal aus Postern und Videos, ein anderes Mal bezieht sie architektonisch kontingente visuelle Elemente mit ein oder sie benutzt organisatorische oder pädagogische Situationen, um öffentliche Diskussionen und Debatten auszulösen.
[...] Resslers Anspruch, sich zwischen verschiedenen, Fiktion und Nicht-Fiktion verbindenden Räumen hin und her zu bewegen, hebt die Gefahr hervor, die KünstlerInnen für die Ordnung der Dinge darstellen können“, schreibt Gregory Sholette. Marco Scotini ergänzt: „Ressler is one of the new generation of artists operating in the 'grey area' that exists between art and politics who develop projects on a variety of social themes
using different media. But what particularly distinguishes Ressler's work compared to others and has led to his international renown is the role of policy activist he assumes through his documentary and social inquiries, through the production of slogans and publicizing campaigns that serve many and various types of political agitation and social conflict,
and finally through conferences, publications, counter-information campaigns and exhibitions that gather together the results of his investigations”.

Die Personale in Prenning kombiniert unterschiedliche Poster und Großflächenplakate, die in unterschiedlichen Kontexten ursprünglich in Städten wie Amsterdam, Graz, Karlsruhe und Linz affichiert wurden, mit Fotografien aus den Serien „Globalizing Protest“ (seit 2004) und „We Have a Situation Here“ (2011). Diese Arbeiten werden durch ein Videoarchiv ergänzt, in dem die elf von Ressler seit 2000 realisierten Filme zur Sichtung
zur Verfügung stehen. Darunter befinden sich drei Filme, die sich mit der so genannten Anti-Globalisierungsbewegung auseinandersetzen, und drei Filme zu den politischen Prozessen in Venezuela.

Oliver Ressler, geboren 1970 in Knittelfeld, lebt und arbeitet in Wien. Seine Projekte wurden in Einzelausstellungen im Berkeley Art Museum, USA; Platform Garanti Contemporary Art Center, Istanbul; Museum of Contemporary Art, Belgrad; Kunstraum der
Universität Lüneburg; Centro Cultural Conde Duque, Madrid und im Alexandria Contemporary Arts Forum, Ägypten gezeigt.
Ressler nahm an mehr als 200 Gruppenausstellungen teil, darunter im MASS MoCA, USA; Itaucultural Institute, Sao Paulo; National Museum of Contemporary Art, Athen; CAAC, Sevilla; Van Abbe Museum, Eindhoven und an den Biennalen in Prag, Sevilla, Moskau, Taipei, Lyon und in der 4th Young Artists' Biennial in Bukarest.
Für die Taipei Biennale 2008 kuratierte Ressler eine Ausstellung über die Anti- Globalisierungsbewegung, „A World Where Many Worlds Fit“, die außerdem 2010 in der Foreman Art Gallery der Bishop University in Sherbrooke, Kanada gezeigt wurde. 2008 erschien sein Buch „Alternative Ökonomien, alternative Gesellschaften“ (Promedia Verlag).
www.ressler.at


Steiermark heute vom 7. Juni 2011
Berichterstattung auf ORF, Beitrag 9
Link zum Mediaplayer des ORF



Prenninger Gespraeche Oliver Ressler

Oliver Ressler Managers



Montag, 27. Juni 2011, 11 Uhr
Landhaus Feuerlöscher, Prenning 58, 8121 Deutschfeistritz
Workshop mit Oliver Ressler
Im Workshop wird Oliver Ressler die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten vorstellen und anhand dieser mit den Teilnehmern die Möglichkeiten diskutieren, wie man in bestehende Realitäten intervenieren kann.

Kostenlose Fahrt mit dem Bus ab Graz, Andreas Hofer Platz, um 10 Uhr, Rückkunft von Prenning um ca. 17 Uhr.
Um telefonische Voranmeldung (0664 – 3112 169) wird gebeten.

Oliver Ressler - Politik durchkreuzt die Logik der Herrschaft



Samstag, 8. Oktober 2011, 19 Uhr
Landhaus Feuerlöscher, Prenning 58, 8121 Deutschfeistritz

Vortrag von Uwe Baur und Karin Gradwohl-Schlacher:
Handlungspielräume österreichischer SchriftstellerInnen im
Nationalsozialismus

Die Klärung der Handlungsspielräume ist ein entscheidender Faktor in der aktuellen Diskussion über ethische und politische Dimensionen des Verhaltens von KünstlerInnen in der NS-Zeit. Ohne Kenntnis persönlicher, familiärer, finanzieller und politischer Beschränkungen, die bei der Gewichtung von Dokumenten eine wichtige Rolle spielen sollten,
kommt es immer wieder zu unausgewogenen Beurteilungen.

Für uns Nachgeborene ergibt sich daraus die Frage, mit wie viel Mut wir selbst unsere Handlungsspielräume als demokratische Freiräume wahrnehmen und nutzen.

Seit 1986 wurde am Institut für Germanistik der Karl-Franzens-Universität Graz die umfangreichste Sammlung und Dokumentation von Materialien und Daten zur Literatur in Österreich zwischen 1938 und 1945 geschaffen. Gegenwärtige MitarbeiterInnen sind Dr. Karin Gradwohl-Schlacher und Univ. Prof. Dr. Uwe Baur. Mit dem bereits erschienen Steiermark-Band und dem in Fertigstellung begriffenen Kärnten-Band beginnt eine flächendeckende Bestandsaufnahme des literarischen Lebens in ganz Österreich während des Nationalsozialismus. Den Abschluss bildet ein übergreifendes Institutionen-Lexikon, das die Funktionsträger, literarischen Vereine, Preise, Periodika und Anthologien, Verlage und Theater aller „Gaue“ zusammenfasst.

Samstag, 12. November 2011, 19 Uhr
Landhaus Feuerlöscher, Prenning 58, 8121 Deutschfeistritz

Künstlergespräch, Ausschnitte aus Videos und Diskussion:
Ernst Logar im Gespräch mit Heimo Halbrainer über die Ausstellungsreihe

„Das Ende der Erinnerung – Kärntner PartisanInnen”
In der Ausstellungsreihe „Das Ende der Erinnerung – Kärntner PartisanInnen” des Künstlers Ernst Logar sprechen Kärntner Sloweninnen und Slowenen über ihre einschneidenden Erlebnisse im zweiten Weltkrieg bei den Partisanen, über die Nachkriegsjahre und über ihre heutige Lebenssituation in Kärnten. Die vom Künstler aufgezeichneten
Gespräche, präsentiert in Form einer Videoinstallation, sind eindringliche Dokumente einer letzten Generation von Zeitzeugen, die sich gegen das NS-Regime gestellt haben und deren unmittelbare Erinnerungen bald verloren sein werden.

Die Ausstellung wurde an vielen geschichtsträchtigen Orten in Österreich gezeigt:
im Palais Epstein (Österreichischen Parlament, Anfang 2008), in der Gedenkstätte für Opfer der NSJustiz, im Landesgericht Wien (April 2008), im Museum Moderner Kunst Kärnten (MMKK) (Juni/November 2008), im Kulturhaus St. Primus/Kulturni dom _entprimo_ (Juni/Juli 2008), im Museum Gedenkstätte Per_manhof/Muzej pri Per_manu (Juli/Oktober 2008)
sowie in der Aula der Universität Wien (Oktober/November 2010) und im
Pavelhaus/Pavolva hi_a in Laafeld/Potrna bei Bad Radkersburg (Dezember 2010 bis Februar 2011)



Samstag, 10. Dezember 2011, 19 Uhr
Landhaus Feuerlöscher, Prenning 58, 8121 Deutschfeistritz
Buchpräsentation/Der Roman von Kurt Neumann:
„Bürger der Pause – Gefangene zwischen zwei Kriegen“
Heimo Halbrainer und Christian Teissl stellen den erstmals veröffentlichten Roman von Kurt Neumann „Bürger der Pause - Gefangene zwischen zwei Kriegen“ vor.

Eine Kooperation des Vereins Clio und „prenninger gespräche“